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Verzicht auf Protestmaßnahmen beim Revierderby



Hallo BVB Fans,

Die Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" wird beim morgigen Revierderby zu keiner öffentlichen Protestveranstaltung aufrufen. Diese Entscheidungen treffen wir aus den folgenden Gründen:

Aufgrund der baulichen Gegebenheiten innerhalb des Stadions und der zusätzlichen Brisanz eines Revierderbys halten wir es für schwierig eine wie auch immer geartet Protestaktion vor oder innerhalb der Arena durchzuführen. Eine Blocksperre beispielsweise könnte darüber hinaus in der gegenwärtigen sportlichen Situation zu vermeidbaren Spannungen unter den BVB Fans führen und wäre somit kontraproduktiv für die Aktion.

Wir stehen nach wie vor ein einem konstruktiven Dialog mit den Verantwortlichen des FC Schalke 04 und streben eine einvernehmliche Lösung der Preisfrage im Sinne aller Fußballfans an. Daher möchten wir vermeiden, dass aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse unsere Aktion diskreditiert wird.

Wir sind optimistisch auch ohne große Aktion ein gutes Ergebnis in den weit fortgeschrittenen Verhandlungen erzielen zu können.

Uns ist bewusst, dass diese Entscheidung sicher von einigen Fans kritisch hinterfragt werden wird, da de facto der Eintrittspreis im Gegensatz zum Vorjahr kaum spürbar nach unten korrigiert wurde und die Sitzplatzpreise überhaupt nicht angepasst wurden. Daher sind wie - vielleicht mehr denn je - auf Eure Hilfe angewiesen. Engagiert Euch bei "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" und helft uns, alternative und nachhaltige Protestformen zu entwickeln. Das Dortmunder Organisationsteam erreicht Ihr jederzeit ganz einfach per Email.

Nichts, für das es sich zu kämpfen lohnt, fällt einem in den Schoss - Fußball muss bezahlbar sein!

"Kein Zwanni" in Kontakt mit dem FC Schalke 04



Die Initiative "Kein Zwanni" steht in Kontakt mit dem FC Schalke 04. Anders als zunächst mitgeteilt hatte der Verein schnell auf unseren Brief reagiert, die Antwort war leider jedoch aufgrund eines Kommunikationsfehlers unsererseits nicht angekommen, was wir fälschlicherweise dann auch so kommuniziert haben. Wir bitten, diese Fehlinformation zu entschuldigen.

Nachdem diese Verwirrung nun beseitigt ist und der wechselseitige Kontakt besteht, wollen sich der FC Schalke 04 und die Vertreter der Initiative nun zeitnah zusammensetzen, um das Thema Ticketpreise und Topzuschläge zu erörtern.

Über die Ergebnisse werden wir Euch dann beizeiten informieren.



Boykott des Spieles 1. FC Nürnberg - FC Bayern München

Kommuniqué der Munichmaniacs 1996: Fußball muss bezahlbar sein!

Aus aktuellem Anlass erinnern wir an den anstehenden Boykott der Munichmaniacs beim ihrem Derby in Nürnberg. Fußball muss bezahlbar sein!

Ende März findet mit dem bayerisch-fränkischen Derby einer der Höhepunkte der Saison statt. Auch wenn es uns aufgrund der traditionellen Rivalität und tiefen Abneigung, die zwischen FCB und FCN herrscht, besonders schwer fällt, werden wir wie bereits in der vergangenen Saison im Stadion nicht anwesend sein. Aus diesem Grund wird auch unsere "Gegen den modernen Fußball" - Zaunfahne, die sonst seit Jahren bei jedem Bayernpflichtspiel unsere Gruppe repräsentiert, zu Hause bleiben.

Der Grund hierfür liegt in dem erneut aberwitzigen Preis von 23 ¤ für eine Stehplatzkarte im Gästeblock. Eine solche Summe für ein Ticket im billigsten Bereich des Stadions lässt sich durch nichts rechtfertigen. Dass die Zeiten, in denen man für weniger als 10 ¤ ein Bundesligaspiel sehen konnte, lange vorbei sind, ist auch uns bewusst. Es steigen eben nicht nur die Einkommen, sondern, bedingt durch die Inflation, natürlich auch die Preise. Wenn man den normalen Eintrittspreis für einen Gästestehplatz in Nürnberg nimmt, ist die Preissteigerung von 1999 (18 DM) bis heute (13 ¤) nahezu identisch mit der Inflationsrate und daher akzeptabel. Doch für das finanziell lukrative Spiel gegen den FC Bayern gibt es eine eigene Preisliste. Diese beinhaltet den irrwitzigen Topzuschlag von ZEHN!!! Euro bei Stehplätzen und Sitzplatzpreisen auf Europapokalniveau (44 ¤ - 85 ¤ im Vergleich zu 23 ¤ - 47 ¤ bei einem normalen Heimspiel des FCN).

Gegen den modernen Fußball zu sein bedeutet für uns, solche Entwicklungen nicht mitzumachen, auch wenn wir dadurch objektiv nichts verändern werden. Denn durch den Boom, den der deutsche Fußball aktuell erfährt, werden weder Plätze im Stadion unbesetzt bleiben, noch wird der gastgebende Verein finanzielle Einbußen verkraften müssen und als Folge davon seine Preispolitik überdenken. Daher ist es kein großes Zeichen, aber es ist besser als diese Entwicklungen stillschweigend zu tolerieren und damit seine Ideale zu verraten.

Trotz Boykott werden wir an diesem Tag natürlich anreisen, um das Spiel gemeinsam mit den Stadionverbotlern zu erleben. Wir laden zudem alle Bayernfans, die diese Preispolitik ebenfalls nicht unterstützen wollen, dazu ein, ein Zeichen zu setzen und das Spiel mit uns gemeinsam vor den Stadiontoren zu verbringen.

Munichmaniacs 1996 - Gegen den modernen Fußball!



Kein Boykott beim Revierderby

Hallo BVB-Fans,

es ist bald wieder soweit. Derbyzeit. Am 14.April steht unser Gastspiel in Gelsenkirchen auf dem Programm. Und wie bereits im letzten Jahr sehen wir uns mit Eintrittspreisen konfrontiert, die die Schmerzgrenze überschreiten. Wir sehen es als Zeichen des guten Willens seitens des Gastgebers an, dass man als Reaktion auf den Derbyboykott die Eintrittspreise für Stehplätze um einen Euro gesenkt hat. Wir empfinden das jedoch als allerhöchstens kosmetische Preiskorrektur, die zudem die überteuerten Sitzplatzkategorien unberücksichtigt lässt.

In der Hoffnung, dieses Jahr frühzeitig eine Diskussion mit dem Verein führen zu können, haben wir uns als Kein-Zwanni mit einem Brief an die Verantwortlichen von Schalke 04 gewandt. Wir haben intensiv nachgedacht, wie wir als Fans sowohl auf diese auf die konstant hohen Preise reagieren sollen. Ein erneuter Boykott? Wir haben bereits zum Rückrundenstart in Hamburg ein Spiel bewusst nicht besucht und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir auch andere Instrumente des Protestes brauchen.

Dieses Mal wollen wir den Protest ins Stadion tragen, dorthin wo ihn die Stadionbesucher und die Zuschauer vor den TV-Geräten ihn am deutlichsten wahrnehmen können.Es soll auch all denjenigen, die bisher hin und her gerissen waren zwischen dem Wunsch, gegen hohe Eintrittspreise zu protestieren und dem, die Mannschaft wie gewohnt lautstark zu unterstützen, die Möglichkeit geben, für unser aller Anliegen einzustehen. Zur Zeit erarbeiten wir noch ein konkretes Konzept und werden Euch zeitnah informieren.

Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein



Brief der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein"





an den FC Schalke 04 e.V.



Die dreiste Preisgestaltung der Gastgeber beim Revierderby zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund in der letzten Saison war der Auslöser für die Gründung der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein". Mittlerweile hat sich unsere Aktion deutschlandweit in den Fankurven etabliert und sich auch bei Vereinen und Verbänden einen Namen gemacht.

Am 31. Spieltag wird es in dieser Saison erneut zum Aufeinandertreffen der beiden Ruhrgebietsrivalen kommen. Um bereits im Vorfeld auf die Preisproblematik hinzuweisen, wandten sich die Dortmunder Vertreter der Initiative bereits Ende Februar an die Verantwortlichen des FC Schalke 04.

Wir dokumentieren an dieser Stelle den Brief im Wortlaut:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir schreiben Ihnen als Dortmunder Vertreter der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein", in der wir uns gemeinsam mit Fans aus ganz Deutschland für gesunde und sozialverträgliche Eintrittspreise in Deutschland einsetzen.

Erfreut haben wir zur Kenntnis genommen, dass der erhobene Top-Zuschlag für Stehplatzkarten im Derby und gegen den FC Bayern um einen Euro gesenkt wurde und der Gesamtpreis nun nicht mehr die für unsere Initiative ursprünglich namensgebende Grenze von 20 Euro erreicht.

Dennoch müssen wir leider konstatieren, dass auch der neue Preis in Höhe von 19 Euro (ohne Vorverkaufsgebühr) noch im ligaweiten Vergleich zur Spitze gehört. Von der Saison 2009/2010, als die gleichen Karten für dasselbe Spiel noch 13 Euro gekostet haben, ist der Preis für einen Stehplatz im Derby damit um fast 50 Prozent gestiegen - innerhalb von lediglich zwei Jahren.

Nicht weniger dramatisch ist aus unserer Sicht die Situation bei den Sitzplatzkarten. Wer keine der wenigen verfügbaren Stehplatzkarten mehr bekommt, wer nicht im Stehplatzblock stehen möchte oder wer dies aus gesundheitlichen oder Altersgründen möglicherweise gar nicht kann, muss für einen Sitzplatz im Derby mindestens 40 Euro bezahlen. Das ist viel Geld, für manchen zweifelsohne zu viel Geld und das ist aus unserer Sicht umso betrüblicher, als dass uns die Preisstruktur des FC Schalke 04 außerhalb der Topspiele durchaus recht ausgewogen erscheint.

Als Initiative setzen wir uns für eine Abschaffung der Top-Zuschläge für Gästefans sowie allgemein bezahlbare Eintrittskarten ein - auch und insbesondere im Revierderby.

Nirgendwo in Deutschland wird Fußball so sehr gelebt wie im Ruhrgebiet. Nirgendwo sonst wirken das Spiel und die Vereine derart identitätsstiftend wie hier. Und nirgendwo sonst zieht sich die Faszination für wahlweise Schalke oder Borussia quer durch alle gesellschaftlichen Schichten.

Wir sind daher der festen Überzeugung, dass unsere beiden Vereine auch eine hohe soziale Verantwortung tragen - insbesondere in einer Region wie der unseren, mit all den vorhandenen wirtschaftlichen und sozialen Besonderheiten. Ticketpreise in der Größenordnung, wie sie auch für das Derby leider vorgesehen sind, werden dieser Verantwortung in unseren Augen nicht gerecht.

Es ist unsere Überzeugung, dass Top-Zuschläge für Gästefans ungerecht sind und abgeschafft gehören. Des Weiteren sind wir überzeugt, dass Stehplätze für deutlich unter 20 Euro erwerbbar sein müssen und das die Preise für Sitzplätze ebenfalls schon deutlich unter 40 Euro beginnen müssen. Wir möchten kurzum verhindern, dass ganze soziale Schichten von einem Stadionbesuch ausgeschlossen werden.

Diese unsere Überzeugungen und die Ticketpreise des FC Schalke 04 im Derby würden wir gerne diskutieren und hierzu auch zeitnah in ein persönliches Gespräch mit Ihnen eintreten.

Mit freundlichen Grüßen

Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein!

Brief im Layout als PDF



"Fußball muss bezahlbar sein"-Treffen mit der DFL

"Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" war kürzlich auf Einladung von DFL-Geschäftsführer Christian Seifert mit zwei Vertretern zu Gast in Frankfurt bei der "Deutschen Fußball Liga". "Kein Zwanni" hatte Seifert einen offenen Brief geschrieben, weil sich dieser im Interview unserer Meinung nach populistisch und inhaltlich falsch zu der Aktion "Fußball muss bezahlbar sein" geäußert hatte. Wir hatten Christian Seifert diesen Brief vorab per Mail zugestellt und keine fünf Minuten später per Mail eine Einladung zum Gespräch bekommen. Nachdem die Terminfindung naturgemäß etwas dauerte, kam es dann Ende Februar zum Treffen mit Christian Seifert und dem Fanbeauftragten Thomas Schneider.

Wir hatten - ehrlich gesagt - keine hohen Erwartungen an den Termin, aber wenn die DFL einlädt, dann sagt man natürlich nicht ab. Allerdings entpuppte sich das Treffen als extrem positiv. Christian Seifert nahm sich anderthalb Stunden Zeit für den Termin, was bei dessen vollem Terminkalender keine Selbstverständlichkeit ist, und man tauschte sich zum Thema aus. Dabei wurde von beiden Seiten sehr offen, aber durchaus auch kontrovers diskutiert, was wir sehr begrüßen. Ein "nach dem Mund reden" zur Beruhigung der Situation bringt niemandem etwas. Die Probleme und unterschiedlichen Positionen müssen offen angesprochen werden, um sie lösen zu können. Naturgemäß ist Christian Seifert vom Verständnis, kulturell und vom Hintergrund erst mal recht weit weg von uns Fans. Das kann man aber auch bei jemandem, der die Interessen von 36 Profivereinen vertritt, mit der Politik redet, mit Sky verhandelt und auch ansonsten jede Menge administrative Aufgaben hat, nicht erwarten. Allerdings zeigt Christian Seifert ehrliches Interesse daran, unsere konkreten Anliegen zu verstehen, auch wenn wir natürlich nicht in jedem Punkt einer Meinung sind. Trotzdem war es interessant zu sehen, dass es Bereiche gibt, an denen wir gar nicht so weit auseinander sind. Wir weisen hier gerne darauf hin, dass uns die DFL da sehr positiv überrascht hat.

Über konkrete Inhalte des Termins möchten wir an dieser Stelle nicht reden und hoffen dabei auf Euer Verständnis. Uns fällt das zugegebenermaßen schwer, weil wir ja als Vertreter der Fans vor Ort waren und auf keinen Fall "Herrschaftswissen" aufbauen wollen, aber wir sind prinzipiell der Meinung, dass sich Vertreter des Profifußballs darauf verlassen müssen, dass Gesprächsinhalte nicht direkt in die Öffentlichkeit getragen werden. Wäre das anders, würden solche Treffen zu Showveranstaltungen verkommen und das kann niemand wollen.

Das Wichtigste ist, dass wir durch die Gespräche mitgenommen haben, dass man etwas erreichen kann, wenn man seine Interessen vertritt und für diese kämpft. Daher dürfen wir nicht nachlassen und müssen weiter dafür streiten, dass Fußball bezahlbar bleibt.



Boykott des Spieles 1. FC Nürnberg - FC Bayern München

Kommuniqué der Munichmaniacs 1996: Fußball muss bezahlbar sein!

Ende März findet mit dem bayerisch-fränkischen Derby einer der Höhepunkte der Saison statt. Auch wenn es uns aufgrund der traditionellen Rivalität und tiefen Abneigung, die zwischen FCB und FCN herrscht, besonders schwer fällt, werden wir wie bereits in der vergangenen Saison im Stadion nicht anwesend sein. Aus diesem Grund wird auch unsere "Gegen den modernen Fußball" - Zaunfahne, die sonst seit Jahren bei jedem Bayernpflichtspiel unsere Gruppe repräsentiert, zu Hause bleiben.

Der Grund hierfür liegt in dem erneut aberwitzigen Preis von 23 ¤ für eine Stehplatzkarte im Gästeblock. Eine solche Summe für ein Ticket im billigsten Bereich des Stadions lässt sich durch nichts rechtfertigen. Dass die Zeiten, in denen man für weniger als 10 ¤ ein Bundesligaspiel sehen konnte, lange vorbei sind, ist auch uns bewusst. Es steigen eben nicht nur die Einkommen, sondern, bedingt durch die Inflation, natürlich auch die Preise. Wenn man den normalen Eintrittspreis für einen Gästestehplatz in Nürnberg nimmt, ist die Preissteigerung von 1999 (18 DM) bis heute (13 ¤) nahezu identisch mit der Inflationsrate und daher akzeptabel. Doch für das finanziell lukrative Spiel gegen den FC Bayern gibt es eine eigene Preisliste. Diese beinhaltet den irrwitzigen Topzuschlag von ZEHN!!! Euro bei Stehplätzen und Sitzplatzpreisen auf Europapokalniveau (44 ¤ - 85 ¤ im Vergleich zu 23 ¤ - 47 ¤ bei einem normalen Heimspiel des FCN).

Gegen den modernen Fußball zu sein bedeutet für uns, solche Entwicklungen nicht mitzumachen, auch wenn wir dadurch objektiv nichts verändern werden. Denn durch den Boom, den der deutsche Fußball aktuell erfährt, werden weder Plätze im Stadion unbesetzt bleiben, noch wird der gastgebende Verein finanzielle Einbußen verkraften müssen und als Folge davon seine Preispolitik überdenken. Daher ist es kein großes Zeichen, aber es ist besser als diese Entwicklungen stillschweigend zu tolerieren und damit seine Ideale zu verraten.

Trotz Boykott werden wir an diesem Tag natürlich anreisen, um das Spiel gemeinsam mit den Stadionverbotlern zu erleben. Wir laden zudem alle Bayernfans, die diese Preispolitik ebenfalls nicht unterstützen wollen, dazu ein, ein Zeichen zu setzen und das Spiel mit uns gemeinsam vor den Stadiontoren zu verbringen.

Munichmaniacs 1996 - Gegen den modernen Fußball!



Offener Brief der Initiative "Fußball muss bezahlbar sein"

Sehr geehrter Herr Seifert,

wir schreiben Ihnen diesen Brief im Namen der Aktion "Fußball muss bezahlbar sein", die sich für faire und zukunftsfähige Ticketpreise in Deutschlands Stadien einsetzt und die - wie Sie ja wissen - u.a. zum Boykott des Spieles Hamburger SV gegen Borussia Dortmund aufgerufen hat.

Es liegt es uns am Herzen, dass DFL und die Bundesliga-Vereine verstehen, dass die Initiative "Fußball muss bezahlbar sein" durch die Sorge um die Zukunft des Fußballs getrieben wird. Wie man am Beispiel England erkennt, führt eine überteuerte Preisstruktur letztlich zu einer Überalterung der Fans und wird so zu einer Gefahr für die Vereine und den Sport an sich. Gerade weil Fußball sehr traditionsbehaftet ist, müssen wir heute schon an zukünftige Generationen denken. In diesem Streben sollten sich Fans und Vereins- bzw. Verbandsoffizielle absolut einig sein, auch wenn es bei dem Weg dahin immer wieder auch zu Konflikten kommen kann, ja sogar kommen muss. Das Ringen um den richtigen Weg wird niemals geräuschlos vonstattengehen. Wichtig ist aber, dass diese sachlich ausgetragen werden und man einen respektvollen Umgang miteinander einhält. Wir haben uns niemals diffamierend oder herablassend über Verantwortliche des HSV geäußert und werden das auch weiterhin nicht tun. Wir erwarten das aber auch von den Verantwortlichen.

Mit einer gewissen Irritation haben wir daher Ihre Aussagen in der "Berliner Morgenpost" am Donnerstag, 26.01.12, (Online Version) zur Kenntnis genommen, in der Sie sich negativ über unsere Initiative äußern. Zur Klarstellung: Es ist natürlich Ihre Pflicht, sich als Chef der DFL nach außen hinter die Preispolitik Ihrer Mitglieder zu stellen. Trotzdem würden wir uns wünschen, dass Sie hier bei den vorgebrachten Argumenten und Formulierungen fair bleiben.

Als nicht sehr konstruktiv haben wir die von Ihnen überlieferte Aussage empfunden, dass "diese Minderheit der Mehrheit nicht ihre Meinung überstülpen soll". Hier erfasst uns eine gewisse Ratlosigkeit. Da verzichten mehrere Tausend Fans auf Karten in Hamburg und mehr als 600 Menschen nehmen Kosten und Mühen für die Reise in die Hansestadt auf sich, um friedlich gegen - eine ihrer Meinung nach - falsche Entwicklung zu protestieren, also einen höchst demokratischen Akt zu vollziehen, so dass wir uns beim besten Willen nicht erklären können, wieso Sie der Meinung sind, dass wir hier jemandem etwas "überstülpen". Es wurden keine Fans daran gehindert ins Stadion zu gehen, sondern im Gegenteil ein urdemokratisches Recht in Anspruch genommen, so dass wir uns über eine Begriffsdefinition des Wortes "Überstülpen" freuen würden. Nach unseren Erfahrungen ist das auch alles andere als eine Minderheit, die unser Anliegen teilt. Natürlich hat jeder Fußballfan Verständnis dafür, dass Profifußball Geld kostet, aber es dürfen nicht Teile der Gesellschaft vom Volkssport "Fußball" abgekoppelt werden. Im Sinne der Gesellschaft, aber auch im Sinne des Fußballs selbst.

Wir sind ein Netzwerk von Fans, das die Vereine als Frühwarnsystem verstehen sollten, wenn sie sich in eine Richtung begeben, die unserer Meinung nach kontraproduktiv ist. Wir sehen aber die Vereine hierbei als Partner und nicht als Gegner an. Denn schließlich sind wir Fans, weil wir den Fußball und unsere Clubs lieben. Wir haben daher natürlich ein Interesse, dass die Bundesligavereine wirtschaftlich gesund sind. Vor diesem Hintergrund empfinden wir Ihre Aussage "Sollte es Leute geben, die lieber günstiger und dafür in zugigen Stadien mit Aschenbahn sitzen und mittelmäßige Spiele gucken - bitte sehr." als populistisch und wenig konstruktiv. Wir fordern ja nicht, dass die Haupttribünenkarte auf Höhe der Mittellinie 7 Euro kostet, sondern dass man genug Karten in günstigen Preiskategorien zur Verfügung stellt. Dass Sie eine große Anzahl von Fans, die bewiesen haben, dass sie kreative Proteste organisieren können, als Ewiggestrige hinzustellen versuchen, lässt durchaus den Schluss zu, dass wir mit unserer Aktion sehr viel erreicht haben.

Wir möchten hier aber auch noch auf den von uns in der Form in keiner Weise zu beanstandenden Teil Ihrer Aussage eingehen, den wir inhaltlich sogar für sehr gut und richtig halten. Die "Morgenpost" zitiert Sie mit den Worten "Wir sind weit entfernt von den Verhältnissen in anderen Ligen". Da haben Sie in der Tat Recht. Wir sind in der Bundesliga weit weg von einer Situation wie in Italien, wo Fußball sehr oft vor leeren Rängen stattfindet. Und wir sind auch zum Glück weit weg von einer Überalterung der Fanstruktur, wie sie in der englischen Premier League zu finden ist. Und wir fügen hier die Worte "zum Glück" an. Denn beide Zustände kann niemand ernsthaft wollen, der den Fußball liebt. Ganz Fußballeuropa, man ist fast geneigt zu sagen: die ganze Welt, schaut auf die Bundesliga. Menschen aus europäischen Nachbarländern, die in Deutschland zu Gast sind, bekommen feuchte Augen, wenn sie unsere Stadionatmosphäre genießen und auch die Offiziellen der EPL schauen immer stärker nach Deutschland, weil sie merken, dass wir etwas haben, was ihnen fehlt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Liga dieses besondere Moment nicht verliert.

Wir wissen natürlich, dass die Ticketpreise Sache der Vereine sind, aber wir bieten Ihnen gerne an, in einem persönlichen Gespräch noch einmal unsere Motivation zu erläutern, um mögliche Missverständnisse auszuräumen und gemeinsame Wege zu erläutern.

Mit freundlichem Gruße

"Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein"



"Fans machen Vereine zu dem, was sie sind"

Ein Gastbeitrag von Hansi Küpper

Mit freundlicher Genehmigung von Hansi Küpper veröffentlichen wir an dieser Stelle seine Kolumne aus dem BVB-Mitgliedermagazin "Borussia" bzw. dem Spieltagsmagazin "Echt".

Immer dieses blöde Lächeln! Sobald man den Satz "Fußball muß bezahlbar beiben" ausgesprochen hat, grinst einen irgendein Hardcore-Wirtschaftsliberaler an und fragt: "Schon mal was von Angebot und Nachfrage" gehört? Man muß diesen Menschen immer und immer wieder die Worte Michel Platinis entgegenhalten: "Fußball ist ein Spiel! Kein Produkt! Ein Sport! Keine Marke! Ein Ereignis! Kein Geschäft!" Und man muß beharrlich daraufhinweisen, dass die Grundsätze der freien Marktwirschaft beim Fußball weitestgehend außer Kraft gesetzt sind.

Der Fan trifft keine Kaufentscheidung zwischen rivalisierenden Angeboten. Es gibt nirgendwo Fussballfreunde, die sich mit "Stiftung Warentest" über das Preis/Leistungsverhältnis und über die Produktpalette bei verschiedenen Vereinen schlau machen: Die beste Stadionwurst spricht für Bochum, die Komplettüberdachung für Schalke, der günstige Stehplatz für Duisburg, das Gastspiel der Bayern für Leverkusen, die zu weite Anreise gegen Bremen?? Der Fan hat keine (Produkt)wahl. Er hat nur seinen Verein. In guten wie in schlechten Zeiten! Ein Leben lang! Wir halten fest und treu zusammen! Der 1. FC Kaiserslautern ist kein Kühlschrank und Hannover 96 ist kein Hörgerät!

Jeder Club hat innerhalb seiner Fangemeinde das absolute Herzblut-Monopol. Damit muss er verantwortungsvoll umgehen. Denn für die großen Traditionsvereine gilt: in der öffentliche Wahrnehmung und mit Abstrichen in der Tabelle spiegelt sich der Stellenwert eines Clubs in seiner Popularität wider. In dem, was er den Menschen bedeutet. Es sind vor allem die Fans, die unsere Vereine zu dem machen , was sie sind.

Wenn in diesen Wochen Fußballfans in Deutschland für eine maßvolle Eintrittskarten-Preispolitik demonstrieren, ist dies im Sinne des Fußballs. Und es ist im Sinne der Vereine, die noch in Jahrzehnten von jenen Anhängern profitieren werden, die sich heute als Jugendliche den Stadionbesuch leisten können. Ein Blick auf die oft überalterterten, wohlsituierten und trägen Zuschauermassen in England sollte Warnung genug sein.

Und ganz nebenbei: Wer hartnäckig "Angebot und Nachfrage" sagt, der sollte auch "Preis/Leistung" sagen. Mit im Übrigen unkalkulierbaren Risiken für die Ticketerlöse des Vereins. Denn ganz nach dem Motto "Halbe Leistung- Halber Preis" oder "Bei Kundenunzufriedenheit Geld zurück" könnte jeder Anti-Lauf der Mannschaft auf dem Rasen teuer werden.



Fazit des Hamburg Boykotts

Der HSV meldete "ausverkauft" und vor dem Volksparkstadion tummelten sich rund 700 Dortmunder, die unserem Aufruf zum Protest gegen Ticketpreise gefolgt sind. Soweit die Eckdaten, die auf den ersten Blick relativ unspektakulär daher kommen. Bei genauerer Betrachtung jedoch zeigt sich ein ganz anderes Bild. Ein Bild, das uns mit Freude und Stolz erfüllt hat und in unseren Augen einen tollen Erfolg für "Kein Zwanni" darstellt.

Natürlich hätten wir es klasse gefunden, wenn im Block sichtbare Lücken zu sehen gewesen wären. Das wäre dann die Kirsche auf der Sahne gewesen. Dennoch: normalerweise ist der Gästebereich für das Spiel beim HSV innerhalb von Minuten ausverkauft. In der aktuellen sportlichen Situation hätte der BVB wohl auch kein Problem, 10.000 oder noch mehr Karten an den Fan zu bringen. Stattdessen machten sich nach Reviersportinformationen 700 Karten wieder auf den Rückweg aus der Bier- in die Hansestadt. Wir müssen lange überlegen, wann es das letzte Mal bei einem Bundesligaauswärtsspiel von Borussia Dortmund noch eine Tageskasse gab. Die offizielle Darstellung, dass alle Karten verkauft wurden, ist die eine Seite. Wobei die Sprachregelung "ausverkauft" auch gilt, wenn noch einige Plätze frei bleiben, was uns aus dem Stadion heraus bestätigt wurde. Die andere Seite ist jedoch, dass sich mehrere tausend (!) Menschen dem Boykott angeschlossen haben und den Ticketverkauf, der normalerweise ein Selbstgänger ist, gehörig zum Stocken gebracht haben. Wir bedanken uns bei all denen, die auf den Kauf einer Eintrittskarte verzichtet und damit ein starkes Signal gesetzt haben. Ein Signal, das mit Sicherheit auch bei den Vereinen angekommen ist.

Ganz besonders bedanken möchten wir uns bei denen, die sich auf den Weg nach Hamburg gemacht haben, um dort mit uns das Spiel am Radio zu verfolgen. Wir wissen zu schätzen, was Ihr alle auf Euch genommen habt. Damit meinen wir nicht nur die 350 km Fahrtweg und die nassen Füße. Für uns war es ebenso ein merkwürdiges Gefühl, vor einem Stadion zu stehen, während drinnen Borussia spielt. Merkwürdig, aber gleichzeitig auch gut und richtig. Ein für alle sichtbares Zeichen, dass Fans bereit sind, für Ihre Sache gemeinsam und solidarisch einzustehen. Es war ein würdiges Bild des friedlichen Protestes und genau das, was wir uns erhofft haben. Keinerlei Stress mit Fans, die das Stadion betreten haben, oder den Ordnungskräften, die eigentlich gar nicht aufgefallen sind. Der gegenseitige Respekt war uns sehr wichtig, da Nebenschauplätze den Fokus vom Protest abgelenkt hätten.

Ihr alle habt mitgeholfen, den Protest in den medialen Fokus zu rücken und deutschlandweit bekannt zu machen. So gut wie alle namhaften Medien haben darüber berichtet. Neben den Printmedien wurde "Kein Zwanni" unter anderem auch bei LigaTotal, Sky und sogar dem ZDF Morgenmagazin thematisiert. Genau das war unser Anliegen. Die Öffentlichkeit und ganz besonders die Fußballfans im ganzen Land auf die Preisspirale aufmerksam zu machen. Wir hoffen und wünschen, dass das auch anderen Fanszenen Mut macht und sie sich unserer Kampagne anschließen. Wir haben jetzt die Öffentlichkeit, die wir brauchen, um gestärkt in die Diskussionen mit den Vereinen zu gehen.

Aber noch lange kein Grund, jetzt selbstzufrieden die Füße hoch zu legen. Es gilt, den Schwung mitzunehmen. Wir werden die Diskussion mit dem HSV genau so wie mit anderen Bundesligavereinen führen, um nach Wegen zu suchen, die einen bestmöglichen Kompromiss zwischen Vereins- und Faninteressen darstellen. Darüber hinaus wollen wir natürlich auch noch mehr Fans von unserer Kampagne überzeugen. Wir wollen den solidarischen Gedanken der Kampagne weiter verbreiten und auch die Leute erreichen, bei denen wir das bis jetzt noch nicht geschafft haben.

Nicht zuletzt geht unser Dank auch nach Hamburg. Getrennt in den Farben, vereint in der Sache. Ein häufig bemühter Satz, der wirklich mit Leben erfüllt wird. Wir Dortmunder wissen die Zusammenarbeit und Unterstützung zu schätzen. Sonderausgabe des Seemannsgarn, Banner, Stimmungsboykott und heißer Tee und Kaffee. Ohne Frage, mit Hamburg, Mainz, Köln, München und Dortmund hat "Kein Zwanni" ein starkes Fundament, auf dem man aufbauen kann.

Fußball muss bezahlbar sein - für Alle!



Alle nach Hamburg!



Liebe BVB Fans,

Am Sonntag bietet sich uns als Fan des BVB eine historische Chance. Eine Chance, etwas für die Zukunft des Fußballs zu tun. Eine Chance, ein einmaliges Zeichen zu setzen. Eine Chance der Welt zu zeigen, dass wir uns nichts gefallen lassen. Eine Chance zu zeigen, dass BVB-Fans was bewegen.

Die Aktion "Ohren auf und Radios ein - Fußball muss bezahlbar sein" stößt auf ein gigantisches Medienecho. NDR, WDR, SWR berichten im Radio, es gab diverse TV-Auftritte vorab und eine große Anzahl von Presseartikeln. Eine Auswahl von Berichten gibt es auf unserer Homepage. Auch vor Ort wird natürlich Presse vorhanden sein. Angekündigt hat sich neben Sky auch das Morgenmagazin. Je nachdem wie die Aktion läuft, wollen die ZDF-Kollegen evtl. sogar in den Nachrichten berichten. Das einzige, was wir noch tun müssen, ist diese Steilvorlage zu verwandeln. Hier sind vor allem auch noch mal die norddeutschen Fans gefragt, weil diese deutlich kürzere Anreisewege haben. Aber auch alle anderen natürlich.

Wir wissen von vielen, die sich auf den Weg machen, um nach Hamburg zu kommen. Aber wir brauchen auch noch DICH. Vielleicht wirst Du jetzt sagen "Einer mehr oder weniger ist doch egal", aber das ist falsch. Einer mehr ist ein Argument mehr. Du wirst gebraucht.

Ja, wir wissen, dass es verführerisch ist, statt nach Hamburg zu kommen lieber im warmen Bett zu bleiben. Aber wir können Geschichte schreiben und die Aktion "Ohren auf und Radio ein" zur Legende werden lassen. Doch wer beim BVB zur Legende werden will, muss Opfer bringen. Nobby Dickel hat seine zwei Tore 1989 mit seinem Karriereende bezahlt, Günter Kutowski hat 1992 mit Kopfverband in Saragossa gespielt und auch Willi Burgsmüller musste leiden, als er das Endspiel 1963 mit blutgetränktem Kopfverband beendete. Wie viele Leute kennst Du, die im warmen Bett zur Legende wurden? Also setz Dich am Sonntag ins Auto oder in den Zug und hilf mit, ein Zeichen zu setzen, von dem man in 20 Jahren noch redet.

Wir werden alles tun, um es Euch so angenehm wie möglich zu machen. Wir haben mehrere hundert Regenponchos gekauft, um für möglichen Regen gewappnet zu sein, ein HSV-Fanclub will uns mit Kaffee und Tee versorgen und einige Leute wollen sogar grillen. Was noch fehlt, sind Du und Dein Radio.

Wir sehen uns Sonntag.

Zugzeiten Wochenendticket:

Hinfahrt:
Dortmund Hbf So, 22.01.12 ab 08:55 18 RE 10609 Regional-Express
Minden(Westf) So, 22.01.12 an 10:30 13
Minden(Westf) So, 22.01.12 ab 11:07 10 RB 14807 Regionalbahn
Rotenburg(Wümme) So, 22.01.12 an 12:43 4
Rotenburg(Wümme) So, 22.01.12 ab 12:54 5 ME 82015 metronom
Hamburg Hbf So, 22.01.12 an 13:42 11a

Rückfahrt:
Hamburg Hbf So, 22.01.12 ab 18:15 13a ME 82026 metronom
Rotenburg(Wümme) So, 22.01.12 an 19:01 5
Rotenburg(Wümme) So, 22.01.12 ab 19:16 4 RB 14814 Regionalbahn
Minden(Westf) So, 22.01.12 an 20:48 10
Minden(Westf) So, 22.01.12 ab 21:28 1 RE 10638 Regional-Express
Dortmund Hbf So, 22.01.12 an 23:04 18



Linksammlung zur Boykottaktion in Hamburg -





Update 20.01.2012, 09:30 Uhr



An dieser Stelle findet Ihr eine (unvollständige) Linkliste von Presseberichten über unsere Boykottaktion in Hamburg. Wenn Ihr Artikel entdeckt, gebt uns doch einen Hinweis auf unserer Facebook Seite.



Alle nach Hamburg! Du wirst gebraucht!



Wie Ihr hoffentlich alle wisst, hat die Kampagne "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" zu einer Protestveranstaltung in Hamburg parallel zum Gastspiel unserer Borussia in Hamburg aufgerufen. Parallel bedeutet in diesem Fall, dass der Protest außerhalb des Stadions stattfindet, während innerhalb beide Mannschaften um Bundesligapunkte kämpfen. Auch wenn der Gästeblock nicht leer bleiben wird, ist das Spiel nicht ausverkauft. Viele Fans haben sich dem Protest angeschlossen und werden das Spiel vor dem Stadion im Radio verfolgen. Schließ Dich an. Jeder Einzelne wird gebraucht, denn jeder Fan mehr ist ein wichtiges Zeichen!

Warum ausgerechnet Hamburg?

In Hamburg kommen viele Punkte zusammen Neben einem bekannt hohen Preisniveau, ist besonders das System der recht kurzfristigen und flexiblen Einteilung in vier Preiskategorien alles andere als fair. Dazu kommt, dass die Hansestadt leidlich erschwingbare Stehplätze zu Gunsten teurer Sitzplätze aufs Minimum reduziert hat. Ein Kampf für gerechte Eintrittspreise kommt gerade beim HSV auch den Fans auf den Sitzplätzen zu gute und zeigt eindeutig, dass sich "Kein Zwanni" keinesfalls nur auf die Stehplätze konzentriert. Das war nie das Anliegen der Kampagne, auch wenn sich der Mottozusatz "für nen Steher" aus den Anfangstagen im Nachhinein als unglücklich gewählt herausgestellt hat.

Nicht unerwähnt bleiben sollte auch, dass aus der letzten Saison heraus bereits Kontakte zum HSV-Vorstand bestehen. Wir wollen in Hamburg unserem Protest noch einmal Nachdruck verleihen und den Kontakt intensivieren, in der Hoffnung, in Hamburg für alle Fans eine tragbare Lösung zu finden. Dass es ausgerechnet Hamburg trifft, heißt aber nicht, dass wir andere Vereine nicht auch kritisieren.

Und was geht mich das an?

Viele von Euch werden noch nicht so weit sein, einen Stadionbesuch aus finanziellen Gründen absagen zu müssen. Warum also nicht einfach weiter machen? Gerne spricht man von der BVB-Familie und eine der wichtigsten Eigenschaften einer Familie ist die Solidarität. Solidarität mit jüngeren und schwächeren Mitgliedern der Familie. Fußball verbindet Fans quer durch alle Gesellschaftsschichten und erhält seinen Reiz durch Vielfalt und Andersartigkeit - es wäre für den Fußball ein großer Verlust, wenn durch steigende Ticketpreise Stück für Stück Fans aus dem Stadion gedrängt werden. Welch verheerende Folgen das haben kann, sieht man in England. Einer Liga, die einstmals für ihre fantastische Atmosphäre berühmt war. Heute sitzen Fans, die in Stadionnähe wohnen und glühende Anhänger ihres Vereins sind, in Pubs und schauen dort das Spiel, weil sie sich eine Eintrittskarte nicht mehr leisten können. Gleichzeitig wird es auf den Tribünen immer stiller. Wer noch mal wissen will, wie es früher war, dem empfehlen wir den Beitrag "Last day of the kop".Das gilt es zu verhindern.

Letztendlich kämpft auch jeder, der sich mit anderen solidarisch erklärt und gegen unfaire Ticketpreise protestiert, für sich selbst. Stellt man sich der Entwicklung nicht entgegen, wird man vielleicht irgendwann einmal von ihr überrollt und findet sich selbst außerhalb der Stadiontore wieder.

Wie sieht der Protest aus?

Bei der offenen Diskussionsrunde am 03.01.12 war das Votum eindeutig. Wir fahren nach Hamburg und protestieren dort. Jetzt gilt es, den Worten auch Taten folgen zu lassen und zu zeigen, dass es sich nicht bloß um Lippenbekenntnisse gehandelt hat. Wir möchten alle bitten, sich ins Auto, in den Zug oder in Busse zu setzen, um direkt vor Ort ein eindrucks- und stimmungsvolles Protestbild abzugeben. Die Fanabteilung bietet hierfür auch Busplätze an. Weitere Infos findet Ihr unter www.bvb-fanabteilung.de.

Es ist wichtig eine große Zahl von Fans zu mobilisieren, die klar zum Ausdruck bringen, dass sie sich der Preisspirale entgegen stemmen. Und dafür brauchen wir Dich. Klar ist es erst mal hart, durch die Republik zu fahren, um ein Spiel nicht zu sehen. Aber gibt es einen besseren Grund als den Versuch, den Fußball als Volkssport zu erhalten?

Nach den Erfahrungen im Derby und der Vielzahl von Problemen, die uns Lizenzinhaber, Ordnungsamt und Polizei damals gestellt haben, haben wir diesmal von vornherein darauf verzichtet, ein Public Viewing zu organisieren. Friedliche Fans, die gemeinsam ein Spiel gucken, scheinen wohl ein zu großes Gefahrenpotential zu bieten. Aber wir wollen das Spiel natürlich wenigstens hören. Bringt deshalb alle Eure Radios mit und findet Euch um 15.00 Uhr auf dem vor dem Eingang zu Gästeblock zum Rudelhören ein. Mit diesem Bild wollen wir deutlich machen, wohin die Preisspirale führt.

Alle nach Hamburg!
Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein!



Alle nach Hamburg!



"Wir boykottieren in Hamburg", so lautete in der letzten Woche das wesentliche Ergebnis der "Kein Zwanni"-Infoveranstaltung im Westfalenstadion. Die deutliche Mehrheit der etwa 400 anwesenden Fans entschied sich damit dafür, trotz des Boykotts die Reise in die Hansestadt anzutreten. Die "Kein Zwanni"-Organisatoren nehmen dies nun zum Anlass, alle boykottierenden Fans dazu aufzurufen, sich diesem Votum anzuschließen, um direkt für Ort dem Protest gegen die Preispolitik Ausdruck zu verleihen. Zunächst werden Flyer verteilt, um die Stadiongänger über den Boykott und dessen Hintergründe zu informieren, danach werden alle Fans gemeinsam vor dem Stadion das Spiel am Radio verfolgen. Wir versuchen derzeit einen Lautsprecherwagen zu organisieren, der Derbyboykott hat uns aber gelehrt, welch unerfüllbare Auflagen die Behörden zur Bedingung machen können. Daher wollen wir auf alles vorbereitet sein und rufen dazu auf, dass jeder selber ein eigenes Radio mitbringt.

Wir wissen, dass unser Protest nur erfolgreich sein kann, wenn sich viele Fans anschließen, daher bitten wir Euch, in den sauren Apfel zu beißen und auch ohne Karte nach Hamburg zu reisen. Bildet Fahrgemeinschaften, bringt Eure alten Radios und Pavillons mit und lasst uns gemeinsam das Beste aus dem Tag machen. Nichts, für das es sich wirklich lohnt zu kämpfen, fällt einem leicht!

Fußball muss bezahlbar sein!

Fantreffen zu "Kein Zwanni" am 03.01. in Dortmund



Die Dortmunder Sektion des Fanbündnisses "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" bittet alle BVB Fans für den 03.01.2012 um 19 Uhr ins Westfalenstadion, um dort das weitere Vorgehen in Bezug auf den Boykott des Auswärtsspiels des BVB beim Hamburger SV zu besprechen. Das Treffen wird entweder im Presseraum oder im "Conference Center" stattfinden. Wer nicht genau weiß, wo das ist, findet sich einfach vor der Nordtribüne ein.

Besprochen werden sollen u.a. konkrete Maßnahmen , um den Protest am Spieltag selbst sichtbar werden zu lassen und die Möglichkeiten einer weiteren Unterstützung. Hierzu werden wir auch mit Christian Bieberstein ein Vorstandsmitglied des HSV Supporters Club begrüßen können, der uns die derzeitige Lage bei den Fans und Verantwortlichen des HSV schildert.

Neben dem aktuellen Thema "Boykott des HSV Spiels", soll es auch um den Status Quo, die weitere Ausrichtung und Planung von "Kein Zwanni" gehen. Wie ist der Stand der Dinge? Welche Ideen habt ihr? Was wünscht ihr Euch als weiteren Vorgehen von "Kein Zwanni"?

Wir wissen, dass nicht alle BVB Fans in Dortmund leben oder an dem entsprechenden Datum Zeit haben. Deswegen könnt Ihr auch über unseren Facebook-Account "Kein Zwanni" oder über den Twitteraccount @kein_zwanni Fragen stellen. Wir planen einen Liveticker einzurichten und versuchen die Veranstaltung auch per Video zu dokumentieren.

Wir würden uns über eine rege Beteiligung aller BVB Fans freuen, sei es vor Ort oder im Netz.



Nachfrage für BVB Spiel beim HSV gering wie noch nie



Die Fans von Borussia Dortmund beteiligen sich massiv an dem Boykott des Spieles beim Hamburger Sportverein und zeigen so, dass sie mit der Hochpreispolitik des HSV nicht zufrieden sind. Wie der BVB gegenüber der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" bestätigte, war die Nachfrage nach Karten für das Spiel so gering wie noch nie. Sehr viele Fanclubs haben gegenüber dem BVB erklärt auf Karten verzichten zu wollen. Selbst das Freitag Abendspiel in Nürnberg wird deutlich mehr nachgefragt als das Spiel beim Hamburger SV, das traditionellerweise eines der beliebtesten unter den BVB Fans ist.

Das Netzwerk "Kein Zwanni" ist hochzufrieden mit dem Umstand, dass es gelungen ist den Großteil der organisierten Fanszene und sehr viele Unorganisierte hinter die Aktion zu bringen. Allerdings darf man sich auf diesem Zwischenerfolg nicht ausruhen. Bis Ende Januar gilt es alle Kräfte zu mobilisieren, um die Kampagne beim HSV weiter erfolgreich durchzuziehen. Wir bitten alle BVB Fans darum aktiv an der Mobilisierung mitzuwirken und alle BVB Fans auf die Kampagne aufmerksam zu machen. Das gilt auch und vor allem in Bezug auf nichtorganisierte BVB Fans bzw. Fans aus dem Hamburger Umland, die nicht über die klassischen Fanmedien erreicht werden. Erzählt allen Leute die ihr kennt von der Aktion, egal ob die BVB Fans sind oder nicht. Es ist wichtig, dass auch Fans anderer Vereine und Nichtfans von der Aktion wissen, um unser Anliegen möglichst breit zu streuen. Streut die Aktion bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken, informiert Eure Arbeitskollegen, Freunde und Familien. Jeder kann etwas tun. Wir würden uns darüber hinaus freuen, wenn ihr auf Euch bekannte BVB Fans einwirkt sich an dem Boykott zu beteiligen und keine Karten im freien Verkauf zu bestellen, auch wenn diese Entscheidung natürlich jeder persönlich treffen muss.

Es kommen im Moment massiv Fragen nach einer Alternativveranstaltung auf. Wir prüfen derzeit zusammen mit den Hamburger Vertretern von "Kein Zwanni" welche Möglichkeiten es gibt in Hamburg eine Veranstaltung zu organisieren. Auf Grund der Jahreszeit und diverser andere Umstände ist es bisher noch nicht möglich eine finale Einschätzung zu geben. Unser Wunsch ist etwas in Hamburg anzubieten. Wir prüfen mit den Hamburgern gerade alle Möglichkeiten. Sollte das klappen, würden wir uns über jeden freuen, der nach Hamburg fährt.

Fußball muss bezahlbar sein - Für Alle.



Boykott in Hamburg



Wir empfinden die Preisgestaltung des Hamburger Sportvereins unverhältnismäßig hoch und rufen daher alle BVB Fans, diesem Spiel fernzubleiben. Um möglichst viele Fans zu erreichen, werden wir am Sonntag beim Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem 1.FC Kaiserslautern Flyer verteilen und unser Anliegen verdeutlichen. Unseren Flyer findet Ihr vorab hier. Wer uns einen Gefallen tun möchte, kann selber ein paar Exemplare ausdrucken und seine Freunde informieren. Gemeinsam sind wir stark.

Fußball muss bezahlbar sein.



Stellungnahme zum Boykottaufruf für das Spiel in Hamburg



Zum Start des Heimvorverkaufs für unser Gastspiel in Hamburg rufen wir als Bündnis "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar" sein zum zweiten Mal nach dem letztjährigen Derby alle Borussenfans zum Boykott des Spiels auf.

Bereits seit einigen Jahren ist die Preisgestaltung des HSV für Fans von Vereinen mit einer traditionell großen Fanschar ein Ärgernis. Der HSV staffelt seine Preise in 4 Kategorien, zwischen denen gewaltige Unterschiede bestehen. So kostet eine Stehplatzkarte der Kategorie A ganze 7 Euro mehr als in Kategorie D. Das ist ein Unterschied von 58 Prozent. In der teuersten Sitzplatzkategorie beträgt der Zuschlag gar satte 75 Prozent - der HSV liegt mit den Eintrittspreisen der Kategorie A somit in der absoluten Ligaspitze. Am teuersten kommt ein Besuch in der Hansestadt die Fans des FC Bayern München, die in einer zusätzlichen Kategorie A+ noch einmal ungefähr 10 Prozent zusätzlich zahlen müssen.

Für uns sind diese Ungleichbehandlung der Fans und das außerordentlich hohe Preisniveau gleichermaßen untragbar. Hier werden Fans nicht nur eventuell vom Stadionbesuch ausgegrenzt, für viele Besucher, vor allem jüngere, ist hier die Grenze des Erträglichen bereits deutlich überschritten.

In der Rückrunde der letzten Saison haben wir von einem Boykottaufruf abgesehen, da man uns von Seiten des HSV ein Gespräch in der Sommerpause zugesichert hat. Wir haben das als ersten, richtigen Schritt gesehen, da wir der Meinung sind, dass wir da nur im Dialog mit den Vereinen zu einem für beide Seiten tragbaren Weg gelangen können. Dieses Gespräch fand während der Sommerpause mit Vertretern des HSV-Vorstandes statt.

Der HSV ist zumindest einen Schritt auf uns zugekommen und hat uns zugesichert, dass die Kategorie A+ zukünftig entfällt. Das haben wir begrüßt, gleichzeitig aber auch deutlich gemacht, dass dieses Ergebnis für uns nicht ausreichend ist und uns weiterhin für eine Reduzierung des Preisniveaus ausgesprochen.

Die Reaktion fiel dann jedoch nicht wie von uns gewünscht aus. Die Kategorie A+ für das Spiel gegen den FC Bayern ist zwar entfallen - allerdings nur auf den Stehplätzen. Das ist, angesichts der enormen Preise auf den Sitzplätzen und dem Verhältnis von Stehern zu Sitzern, natürlich für uns nicht hinnehmbar, so dass wir uns erneut in einem Brief an den HSV-Vorstand gewandt und auf Einhaltung der Absprache bestanden haben. Es folgte ein Telefonat, in dem der HSV erklärte, dass man seinerseits die Vereinbarung immer nur auf die Stehplätze bezogen habe.

Bevor hier Missverständnisse auftreten: Der Kontakt zum HSV war jederzeit konstruktiv und angenehm, so dass wir keinen Grund haben, an dieser Darstellung zu zweifeln. Es handelte sich hier wohl wirklich um ein Kommunikationsproblem.

Darüber hinaus haben wir ein weiteres Mal unseren Standpunkt bezüglich der Eintrittspreise verdeutlicht und erklärt, dass die aufgerufenen Preise keinesfalls akzeptabel sind. Der Boykottaufruf wurde in Hamburg sehr wohl vernommen und man wird sich intern noch einmal diesbezüglich abstimmen. So lange wir jedoch kein Einlenken des HSV mitgeteilt bekommen, bitten wir jeden BVB-Fan uns zu unterstützen und sich keine Karte für das Spiel in Hamburg zu kaufen.

Wir wissen selbst wie schmerzlich das ist, worum wir Euch bitten. Niemand hat wirklich gerne im Fernsehen zugeguckt, wie unsere Mannschaft in Gelsenkirchen ohne unsere Unterstützung auskommen musste. Wir sind aber auch der Meinung, dass wir Fans uns hier gemeinsam positionieren und den Vereinen unseren Standpunkt klar machen müssen. Fußball muss bezahlbar sein - für alle.



Boykott in Hamburg



Hallo BVB Fans,

wir rufen hiermit auf, Euch keine Karten für das Spiel HSV-BVB am Sonntag, 22. Januar 2012 zu kaufen. Trotz der Gespräche im Sommer können wir kein Einlenken bezüglich der unverschämten Hamburger Preispolitik feststellen.

Wir werden den HSV schriftlich informieren und die Gründe für unser Handeln dargelegt. Darüber hinaus werden wir zeitnah eine ausführliche Stellungnahme an dieser Stelle veröffentlichen. Wir bitten Euch aber schon heute, Euch beim morgen beginnenden freien Vorverkauf nicht unnötig mit Karten einzudecken.

Wir sind nicht mehr länger bereit, diese horrenden Preise zu bezahlen und rufen daher jeden BVB Fan auf, keine Karte für das Spiel in Hamburg zu erwerben. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für faire Eintrittspreise setzen.

Fußball muss bezahlbar sein!



"Auch die Spieler sehen ein: Fußball muss bezahlbar sein."



Hintergründe zur gemeinsamen Spruchbandaktion der Fans vom 1.FC Köln und Borussia Dortmund

Am zehnten Spieltag der laufenden Saison gastierte der 1. Fußballclub Köln beim deutschen Meister Borussia Dortmund. Schon beim ersten fanszeneübergreifenden Treffen der Kampagne "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" in der abgelaufenen Sommerpause hatten sich Vertreter aus Dortmund Köln entschieden, an diesem Spieltag eine kleine Aktion vorzubereiten.

Da wir zuletzt ja einige Erfolge verzeichnen konnten, an dieser Stelle seien exemplarisch die Rücknahme der Eintrittspreise in Sandhausen und die Abschaffung der Topspielzuschläge für Gästefans im Westfalenstadion erwähnt, war es uns wichtig ein weiteres öffentlichkeitswirksames Zeichen zu setzten. Hierzu konnten wir zwei Spieler der beteiligten Clubs gewinnen, die uns zusagten für uns auf einem Foto zu posieren und und uns dadurch in unserem Kampf für eine faire Eintrittspreise zu unterstützen.

Schnell entwarfen wir ein gemeinsames Spruchband, was beide Kurve gemeinsam zum Einlaufen der Teams nach Halbzeitpause zeigten. An dieser Stelle ein großer Dank an die fleißigen Maler der JuBos Dortmund. Leider erwies sich aber der gemeinsame Fototermin als unglücklich koordiniert, so dass wir das Foto leider erst später anfertigen können. Wir sind aber guter Dinge, in der kommenden Länderspielpause ein Ergebnis zu präsentieren. Bis dahin könnt ihr ein bisschen rätseln, welche beiden Spieler wir wohl für unsere Kampagne gewinnen konnten.

Fußball muss bezahlbar sein - für alle!



Topzuschläge für Stehplätze der Gäste in Dortmund abgeschafft



Vorbild für die Liga: Keine Topzuschläge mehr für Stehplatzkarten der Gästefans in Dortmund



Der nächste Erfolg für die Aktion „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“: Borussia Dortmund verzichtet ab sofort darauf, bei den sechs sogenannten Topspielen einen Zuschlag für den Stehplatzbereich der Gästefans zu erheben. Die Geschäftsführung des BVB unter Führung von Hans-Joachim Watzke unterstützt damit das Ringen um die Zukunft des Fußballs in Deutschland, denn es sind die Fans, die dem Sport den würdigen Rahmen geben.



Anhänger, wie beispielsweise die des HSV, die selbst beim 3:0 Rückstand im Bundesliga-Auftaktspiel gegen den BVB ihre Mannschaft noch lautstark unterstützten, tragen erheblich zur Attraktivität der Bundesliga bei. Fans aus 199 Ländern konnten live erleben, wie einmalig die Atmosphäre in der ersten deutschen Liga ist. Doch gerade diejenigen Anhänger, die ihre Vereine auswärts begleiten, werden durch Reisekosten und Eintrittskarten finanziell stark belastet und sollten nicht noch für Spiele Topzuschläge zahlen. Durch die weitsichtige Maßnahme des BVB werden zukünftig Szenarien wie der 34. Spieltag der letzten Saison vermieden: Hier zahlten die Anhänger von Eintracht Frankfurt einen Topzuschlag, um dann zu sehen, wie ihre Mannschaft abstieg, während der BVB die Meisterschaft feierte.



Es ist schön zu sehen, dass die Bundesligavereine erkennen, wie wichtig eine faire Preisgestaltung für die Zukunft unseres Sports ist. Wir hoffen, dass weitere Vereine dem Vorbild des BVB folgen, um so die Bundesliga als atmosphärisch attraktivste Liga Europas zu erhalten und dafür zu sorgen, dass Fußball als letzte gesellschaftliche Institution die alle Gesellschaftsschichten verbindet, erhalten bleibt.



Leider gilt die vom BVB beschlossene Abschaffung der Topzuschläge für Gästefans nicht für die Sitzplatzkarten, was wir sehr bedauern. Die Initiative „Kein Zwanni“ setzt sich explizit nicht nur für Stehplätze ein. Wir werden daher nicht nachlassen auf Verbesserungen zu drängen. Trotzdem ist die Entscheidung des BVB ein großer Erfolg.



Wir hoffen, dass die Aktion des BVB eine Pilotfunktion für die Bundesliga hat und andere Vereine zeitnah nachziehen. Es ist nie zu spät zu handeln!



Fußball muss bezahlbar sein!



12. August 2011.


Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein

Eine ereignisreiche Sommerpause liegt hinter der Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" und wir möchten diese Gelegenheit nutzen, Euch in den kommenden Zeilen über unsere Arbeit zu informieren und unseren Protest gegen die Eintrittspreise in Sandhausen Revue passieren zu lassen.



Nach dem erfolgreichen Derbyboykott haben wir relativ zügig damit begonnen unseren Protest auf ein breiteres Fundament zu stellen, um zum Wohle aller Fußballfans in Deutschland an verschiedenen Fronten für faire Eintrittspreise zu kämpfen. Schnell konnten wir Gruppen aus Hamburg (Supportersclub und CFHH), München (Schickeria) und Köln (ABSCHAUM, Boyz) von unserem Anliegen überzeugen und in der Sommerpause luden wir alle Beteiligten zu einem Treffen in großer Runde nach Dortmund ein. Neben THE UNITY traten die BVB Fanabteilung, The Dudes Dortmund und die Jubos als Gastgeber auf. Bei entspannter Frühstücksatmosphäre teilten wir die Aufgaben neu ein und bestimmten gezielt Ansprechpartner für die einzelnen Bereiche. Neben unserem größten und wichtigsten Anliegen, eine stets aktuelle und interessante



Homepage zu erstellen, treten nun vor allem die Kölner als Ansprechpartner für andere Fanszenen in Erscheinung. Wir hoffen, dass wir zeitnah eine große vereinsübergreifende Unterstützerliste auf unsere dann neue Homepage stellen können. Uns ist es besonders wichtig, dass wir in der Öffentlichkeit als schlagkräftige und große Initiative sowie als verlässlicher und kompetenter Ansprechpartner für die Vereine wahrgenommen werden. Außerdem entschieden wir, dass wir auch beim europäischen Fankongress in Kopenhagen mit einer Abordnung vor Ort die Ziele unserer Initiative dem interessierten Publikum präsentieren.



Während wir also mitten in den Vorbereitungen für die Vernetzung und die Außendarstellung steckten, erreichte uns aus Sandhausen die unerfreuliche Nachricht, dass dort beim Erstrundenpokalspiel zwischen dem SV Sandhausen und dem deutschen Meister Borussia Dortmund sage und schreibe 18,- Euro für einen Stehplatz und sogar völlig vermessene 49,- (!!!) Euro für einen Sitzplatz verlangt werden sollten. Klar, dass wir dort nicht untätig bleiben konnten und so riefen wir zunächst die Dortmunder Fanclubs auf, auf Kartenvorbestellungen zu verzichten. Schnell hatten sich über 40 Fanclubs bereiterklärt, einen eventuellen Boykott mitzutragen und so kontaktierten wir den SVS zunächst per Brief, um auf die unverschämte Preisgestaltung aufmerksam zu machen.



Völlig unerwartet korrigierten die Verantwortlichen dann zumindest die Stehplatzpreise auf 15,- Euro und so entschieden wir uns, auf einen Boykottaufruf zu verzichten, da knapp neunzig Prozent der Gästekarten von dieser Preisanpassung betroffen waren. Außerdem kommunizierten wir öffentlich, dass wir weiterhin versuchen, eine Lösung für die nach wie vor horrenden Sitzplatzpreise zu erreichen. Leider verliefen unsere Anstrengungen im Sande. Ein unbefriedigendes Ergebnis, weil es uns nicht um Stehplätze geht, sondern ausdrücklich darum, für alle Fans den Volkssport Fußball bezahlbar zu machen. Es darf nicht sein, dass zum Beispiel Familien mit Kindern, die sich auf Sitzplätzen wohler fühlen, der Eintritt verwehrt bleibt. Dies ist nicht im Interesse der Nachwuchsgewinnung für die Fankurven.



Schlussendlich können wir aber trotzdem ein positives Fazit unserer Arbeit in der Sommerpause ziehen. Beim Hamburger Sportverein sowie beim SV Sandhausen wurden wir als Gesprächspartner ernst genommen und unsere Forderungen angehört. Dass wir nicht an jeder Front sofort und absolut als Sieger hervorgehen können, war uns auch im Vorfeld bereits bewusst. Wichtig ist, dass die Vereine akzeptieren, dass wir Fußballfans mündig sind und nicht gewillt sind, jeden Preis zu bezahlen. Dies musste auch der SV Sandhausen leidvoll erfahren, der trotz des vermeintlichen Traumloses schlussendlich nicht vor ausverkauftem Haus spielte.



Fußball muss bezahlbar sein!



09. August 2011.


Bremer Fans boykottieren Pokalspiel in Heidenheim

Bereits vor dem ersten Anpfiff der neuen Pflichtspielsaison reiben sich die Kassierer einiger kleiner Vereine die Hände. Im Idealfall hat der eigene Verein ein Traumlos gezogen und tritt gegen die Großen aus der Bundesliga an. Zwar sind die sportlichen Chancen auf einen Einzug in die nächste Runde gegen Bayern, Schalke oder Bremen gering, aber ein ausverkauftes Haus ist fast garantiert.



Da die Nachfrage den Preis bestimmt, kommen einige findige Geschäftsmänner im Amateurfußball auf die Idee, die Eintrittspreise für dieses Saisonhighlight ohne Augenmaß „anzupassen“. Diese „Anpassung“ schlägt sich in teilweise extremen Preiserhöhungen nieder. So ließ sich diese Praxis vor dem diesjährigen Start des DFB-Pokals in Sandhausen beobachten. Die dortigen Verantwortlichen kamen jedoch nach einem angekündigten Protest unseres Bündnis zu der Erkenntnis, die Preise für den Stehplatzbereich zu senken.



Ein weiterer Drittligist schlägt dem Fass jetzt jedoch den Boden aus; so fordert der FC Heidenheim für sein Heimspiel gegen den SV Werder Bremen 20,- € für die Zugangsberechtigung zum Stehplatzblock im Gästebereich. Im Vergleich zu Spielen in der 3. Liga ist dies eine Preissteigerung von 100 %. Wir kritisieren ein solches Vorgehen aufs Allerschärfste und können nicht nachvollziehen, dass insbesondere Gästefans in diesem Maße für einen Saisonhöhepunkt des gastgebenden Vereins zur Kasse gebeten werden sollen. Das „Ultra Team Bremen“ wird dieses Spiel boykottieren.



„(…) 25 Euro für ein Spiel in der ersten Runde des Pokals gegen einen kleinen “Dorfverein”, der ohne Rücksicht auf Verluste versucht, sein Jahresbudget in einem einzigen Spiel auf Kosten der Fans einzunehmen, geht zu weit. Wo soll das alles hinführen? Blickt man auf die Insel, sieht man, was passiert, wenn solche Eintrittspreise bei Fußballspielen alltäglich werden. So ist es in der englischen Premier League völlig normal, dass eine Karte für EIN Spiel umgerechnet mindestens 70,- € kostet. Und solche Preise will sicherlich niemand von uns. Der Fußball sollte für jeden bezahlbar sein und sich nicht zu einem Event der oberen Gesellschaftsschichten wandeln.“



Die ganze Stellungnahme aus der Fanszene des SV Werder Bremen könnt Ihr an dieser Stelle nachlesen: Webseite des Ultra Team Bremen





21. Juli 2011.


Nach Fanprotesten: SV Sandhausen senkt Stehplatzpreise

für das Pokalspiel gegen den BVB

Ein weiteren Erfolg für die Aktion „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ konnte das Fanbündnis beim anstehenden DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Sandhausen und Borussia Dortmund verbuchen. Nachdem sich Vertreter des Fanbündnisses per Brief an den Vorstand des SV Sandhausen gewandt hatten, erklärte dieser heute auf seiner Homepage, dass die Stehplatzpreise für das Erstrundenspiel am 30.07.2011 in Absprache mit dem BVB von 18€ auf 15€ gesenkt würden.



Mit großem Entsetzen nahmen die Fans in Sandhausen und des deutschen Meisters Borussia Dortmund die Preise für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem SV Sandhausen und Borussia Dortmund zur Kenntnis. Mit 18€ für eine Stehplatzkarte und 49€ für einen Sitzplatz lagen diese auf einen Niveau, dass selbst für Bundesligaverhältnisse hoch wäre. Dabei leben gerade die ersten Runden des DFB-Pokal auch von ihrem Volksfestcharakter, der auch Menschen anzieht, die nicht regelmäßig zum Fußball gehen. Dazu ist es aber wichtig, eine Preisgestaltung zu haben, die offen für Gelegenheitsbesucher ist. DFB Pokal ist Fußball zum Anfassen - und muss es auch bleiben.



Also wandte sich das Bündnis „Kein Zwanni“ nach Bekanntgabe der Preise schriftlich an den SV Sandhausen und forderte eine Reduzierung der Preise. Zeitgleich wandten sich die Dortmunder Vertreter des Bündnisses vorab an die BVB-Fanclubs. Innerhalb kürzester Zeit erklärten sich 56 aktive Fanclubs solidarisch und bereit, auf das Spiel zu verzichten. Auch die nicht organisierten Fans zeigten sich überwiegend entschlossen, aktiv gegen diese Preispolitik vorzugehen und das Spiel zu boykottieren. Dies ist nun nicht mehr nötig! Denn mit großer Freude erfuhren wir heute auf der Homepage des SV Sandhausen, dass sich der Verein entschieden hat, die Preise für eine Stehplatzkarte auf 15€ zu senken.



Leider hat sich der Verein nicht entschlossen, auch die Preise für die Sitzplätze zu senken. „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ setzt sich für faire Steh- UND Sitzplatzpreise ein. Wir halten es im Sinne der Zukunft des Fußballs für falsch, bei einem Erstrundenspiel 49€ für eine Sitzplatzkarte aufzurufen. Ein Pokalspiel in einem kleineren Stadion bietet auf Grund seiner Nähe zu den Spielern gerade für Familien die Möglichkeit, den Nachwuchs an den Sport heranzuführen. Wer sich die Überalterung in den englischen Stadien anschaut, weiß, dass Nachwuchsgewinnung kein Selbstläufer ist. Deswegen muss auf eine familienfreundliche Preisgestaltung geachtet werden. Wir werden den SV Sandhausen dahingehend noch einmal kontaktieren und um eine Senkung der Sitzplatzpreise ersuchen. Trotzdem sind wir hocherfreut, dass die Verantwortlichen des SV Sandhausen Weitsicht bewiesen haben und werden von Boykottmaßnahmen absehen.



Heute ist ein guter Tag für den Fußball. Es zeigt sich einmal mehr, dass Fans bereit sind, sich aktiv für die Zukunft des Sports einzusetzen und etwas erreichen können. Es zeigt sich darüber hinaus einmal mehr, dass alle Beteiligten im gemeinsamen Miteinander daran arbeiten wollen, dass unser geliebter Sport eine Zukunft hat. Fußball ist ein Volkssport, der alle Bevölkerungsschichten verbindet und so eine wichtige Funktion für die Gesellschaft ausübt. Es gilt dafür zu kämpfen, dass dies auch in Zukunft so bleibt und dafür ist eine faire Preisgestaltung ein wichtiger Baustein. Es ist gut zu sehen, dass Vereinsführungen und Fans in diesem Ziel grundsätzlich vereint sind, auch wenn es im Detail über die Umsetzung unterschiedliche Meinungen gibt. „Kein Zwanni“ will mit den Vereinen für die Zukunft des Fußballs kämpfen und nicht gegen sie. An englischen Verhältnissen hat keine Seite Interesse.





01. Juli 2011.


Erfolgreiche Kundgebung in Hamburg



HSV und BVB-Fans demonstrieren für fairer Eintrittspreise

Großer Erfolg für die Kampagne „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“! Gut 1.000 Fans vom Hamburger SV und Borussia Dortmund demonstrierten gemeinsam auf dem Hamburger Rathausmarkt für faire Eintrittspreise. Die Veranstaltung war erwartungsgemäß friedlich, bunt und lautstark. Sprecher aus beiden Fanlagern betonten das gemeinsame Ziel, den immer weiter ansteigenden Preisen entgegenzuwirken, um Fußball als Sport, der gesellschaftliche Brücken schafft, zu erhalten. Wie sehr die Fans den Nerv der Bevölkerung treffen, ließ sich an der Reaktion der Passanten ablesen, die mittels Flugblättern über den Sinn der Aktion informiert wurden und ausschließlich positiv reagierten.



Auch im Stadion wurden die gemeinsamen Aktionen fortgesetzt. Beide Fangruppen machten mit Spruchbändern auf die Aktion aufmerksam und stellten so heraus, dass Fußballfans in der Lage sind an einem Strang zu ziehen, wenn es um das Wohl des Sports geht. Die Organisatoren blicken nun den, von Seiten des Vorstands des Hamburger Sportvereins angekündigten, Gesprächen über die zukünftige Preisgestaltung entgegen, die nach der Saison stattfinden sollen.



Doch bis dahin wird „Kein Zwanni“ nicht ruhen. Fans des FSV Mainz haben zum Boykott des Auswärtsspiels ihres Vereins in Gelsenkirchen aufgerufen, um damit ebenfalls ein Zeichen gegen die die Preispolitik ohne Augenmaß zu setzen. Weitere Aktionen werden folgen.



Fußball muss bezahlbar sein





19. April 2011.


Wochen der Wahrheit - „Kein Zwanni“ braucht Dich!

Kundgebung in Hamburg

Für die Aktion „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ stehen nun entscheidende Wochen vor der Tür. Den Auftakt machen die Fans des Hamburger SV und der Borussia aus Dortmund, die sich am kommenden Samstag, 09.04., vor dem Spiel ihrer beiden Vereine um 11:30 Uhr in Hamburg auf dem Rathausmarkt treffen, um gemeinsam laut und kreativ für faire, transparente und sozial gerechte Eintrittspreise zu kämpfen. Für weitere Infos sei noch einmal auf unser Flugblatt vom letzten Samstag verwiesen. Für alle, die mit dem Auto anreisen, haben wir unten noch eine Parkempfehlung veröffentlicht.



Aber das Wichtigste, was Ihr wissen müsst: Ihr werdet gebraucht. Jede und jeder Einzelne von Euch. Wir wissen natürlich wie viele Entbehrungen Ihr für Euren Verein bereits auf Euch nehmt und wie schwer es da fällt, am Wochenende noch mal früher aufzustehen. Aber ohne Euch ist der Kampf nicht zu gewinnen! Wenn wir eine Chance haben wollen, müssen wir alle zusammenstehen. Vielleicht wirst Du irgendwann mit Deinem Enkel im Stadion sitzen, auf die farbenfrohe Tribüne schauen und daran denken, dass du den Erhalt dieser Kultur mit erkämpft hast. Deshalb: Auf zum Hamburger Rathausmarkt am Samstag, 11:30 Uhr.





Protest nun auch in Mainz

Auch die Fans von Mainz 05 gehen beim Spiel ihres Vereines in Gelsenkirchen den schwersten Weg, den ein Fan gehen kann: den Boykott.



„Mit schwerem Herzen hat die Szene Mainz beschlossen das vorletzte Saisonspiel gegen Schalke 04 am 7.5.2011 nicht zu besuchen. Grund dafür sind die unverhältnismäßigen Ticketpreise die Schalke 04 mal wieder an den Tag legt. Ohne die Vorverkaufsgebühren kommt man auf 20€ für einen Stehplatz und im Durchschnitt 50€ für einen Sitzplatz! Dieser hohe Preis kommt durch Topzuschläge von 5€ für einen Stehplatz und 10€ für einen Sitzplatz zustande. Leider ist eine solche Preispolitik keine Seltenheit, wie uns Vereine wie der Hamburger HSV traurigerweise schon zeigten“



Die Begründung der Mainzer Szene findet Ihr hier in voller Länge.



Auch die Fans des FSV setzen also ein klares Zeichen gegen den Preiswucher in deutschen Stadien und helfen so mit beim Kampf um die Zukunft des deutschen Fußballs. Es ist gut zu wissen, dass die Fans in Deutschland sich für ihre Belange engagieren.



Gemeinsam für die Zukunft unseres Sports - Fußball muss bezahlbar sein



06. April 2011.


Besuch der Kundgebung auch mit Auto möglich!

Wer von Euch an der Kundgebung teilnehmen möchte, aber mit dem Auto unterwegs ist, kann sich eine Parkplatzsuche in Hamburg sparen.



Wenn Ihr von der A7, aus Richtung Hannover kommt, dann fahrt über die A1 in Richtung Hamburg/Zentrum bzw Elbbrücken! Sobald Ihr die Elbbrücken passiert habt, seit Ihr in Hammerbrook.



Hammerbrook ist ein Gewerbegebiet, dort ist es Samstag sehr Verkehrsruhig und zum Parken ideal.

Nicht nur in den zahlreichen Seitenstrassen, auch direkt an der S-Bahn "Hammerbrook" gibt es einen Parkplatz (Kostenfrei).



Als Zielort im Navi "Hammerbrookstrasse" und dann könnt Ihr es gar nicht verfehlen!



Von S-Hammerbrook ist es nur eine Station bis zum Hauptbahnhof (S3 / S31). Wer sich das Fahren durch die Stadt ganz ersparen möchte, kann seinen Wagen dort komplett abstellen und nach der Kundgebung mit der Bahn zum Stadion fahren.



Zurück kommt Ihr dann ab Othmarschen oder Stellingen - Fahrtzeit beträgt ca. 20 Minuten (max. 1 Umsteigen am Hauptbahnhof). Zurück nach Hammerbrook kommt Ihr dann mit S3/S31 ab Stellingen oder mit der S1/S11 ab Othmarschen (dann müsstet Ihr im Hauptbahnhof in die S3/S31 - fahren auf dem selben Gleis - umsteigen).



Bitte bedenkt, dass es aufgrund von Bauarbeiten im Elbtunnel, am Wochenende zu Stau im Berreich der A7 kommen kann. Dies Betrifft vorallem die Abfahrt nachdem Spiel in Richtung Dortmund.

06. April 2011.


Boykott des Spiels 1. FC Nürnberg – FC Bayern München

Am kommenden Wochenende steigt mit dem bayerisch-fränkischen Derby einer der Höhepunkte der Saison für jeden passionierten Roten. Auch wenn es uns aufgrund der traditionellen Rivalität und tiefen Abneigung, die zwischen FCB und FCN herrscht, besonders schwer fällt, werden wir am Samstag im Stadion als Gruppe nicht anwesend sein. Aus diesem Grund wird auch unsere „Gegen den modernen Fußball“ - Zaunfahne, die sonst bei jedem Pflichtspiel des FC Bayern präsent ist, zu Hause bleiben.



Der Grund hierfür liegt in dem aberwitzigen Preis von 23 Euro für eine Stehplatzkarte im Gästeblock. Eine solche Summe für ein Ticket im billigsten Bereich des Stadions lässt sich durch nichts rechtfertigen und ist ein weiterer negativer Höhepunkt einer Entwicklung, die wir nicht mehr länger kommentarlos hinnehmen möchten.



Bereits in Hamburg und Stuttgart mussten die Bayernfans mehr als 20 Euro für einen Stehplatz im Gästebereich bezahlen. Im Nachhinein müssen wir sagen, dass es ein Fehler von uns war, sich nicht schon damals intensiver mit dieser Thematik auseinandergesetzt zu haben. Jetzt ist das berühmte Maß jedoch endgültig voll, so dass wir uns entschlossen haben zu handeln! Da diese Vorgehensweise innerhalb unserer Gruppe jedoch durchaus kontrovers diskutiert wurde, bleibt es jedem Mitglied selbst überlassen, ohne Gruppenartikel das Spiel zu besuchen.



Natürlich haben wir uns lange und intensiv mit der Frage beschäftigt, ob ein solcher Schritt auch tatsächlich "etwas bringt". Wenn es dabei darum geht, ob eine finanzielle Schädigung des gastgebenden Vereins erzielt wird, oder ob unsere Plätze im Stadion unbesetzt bleiben werden, muss die Antwort in unserem Falle eindeutig "Nein" lauten. Wenn es aber darum geht, ob wir selbst mit uns im Reinen sind, lautet sie eindeutig "Ja". Die Grenze des Erträglichen ist definitiv überschritten. Fußballfans sind keine Kühe, die nach Belieben gemolken werden können. Unsere Leidenschaft ist kein Spekulationsobjekt in einem in erster Linie an finanziellen Interessen ausgerichteten Fußball-Business.



Gegen den modernen Fußball zu sein bedeutet für uns, solche Entwicklungen nicht mitzumachen, auch wenn wir dadurch objektiv nichts verändern werden. Es ist es kein großes Zeichen in die breite Masse, aber es ist besser als diese Entwicklungen stillschweigend zu tolerieren und damit seine Ideale zu verraten. Wir werden trotz Boykott an diesem Tag natürlich zum Spiel anreisen und das Spiel gemeinsam mit den Stadionverbotlern verbringen.



Munichmaniacs 1996 - Gegen den modernen Fußball

08. April 2011.


„Kein Zwanni“ - Kundgebung in Hamburg

Samstag, 09.04. 11:30

Fans des Hamburger SV und des BVB rufen zusammen mit dem Bündnis „Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein“ zu einer Kundgebung für faire, sozial verträgliche und transparente Eintrittspreise auf. Die Fans beider Vereine wollen zeigen, dass der Kampf für faire Ticketpreise jede Vereinsgrenze überwindet. Es gilt ein öffentliches Zeichen für die Zukunft des Fußballs als Volkssport zu setzen. Gemeinsam für den Sport und gegen den Preiswucher: Fußball muss bezahlbar sein!



Lasst uns unsere Forderungen laut und kreativ in die Welt tragen. Die Demo für Fanrechte in Berlin hat gezeigt, dass unsere Anliegen auch außerhalb der Fanszenen wahrgenommen werden, was den Druck auf die Verantwortlichen noch einmal erhöht kann.



Die Zeit der Kundgebung steht fest, wir werden uns um 11:30 sammeln. Der Ort ist noch nicht final. Wir streben den Rathausmarkt an, können das aber noch nicht final sagen. Es wird sich auf jeden Fall um einen Ort in der Innenstadt Nahe am Hauptbahnhof handeln.



Wir wissen, dass das für die Auswärtigen heißt noch früher aufzustehen, aber lieber einmal mehr früh aufstehen, als bald ganz draußen stehen.



Eure Hilfe wird gebraucht

Wir brauchen eine rege Beteiligung an der Kundgebung. Die Organisatoren der Demo wollen die Chance nutzen und bei den letzen regulären Spielen der Saison diejenigen zu erreichen, die nicht über die üblichen Internetplattformen zu erreichen sind. Die Fans des HSV werden wir im Sonderzug nach Hoffenheim informieren, die Fans des BVB beim Heimspiel gegen Hannover. Für das Heimspiel gegen Hannover werden noch Fans gesucht, die sich am Verteilen der Flugblätter beteiligen wollen. Bitte seid um 13:30 an der Treppe gegenüber des „Büdchens“ unter Block 13. Wir danken Euch im Voraus für eure Hilfe.



Darüber hinaus haben sich einige Dortmunder Fanclubs an uns gewandt, die Spruchbänder beim Spiel machen wollen. Wir würden diejenigen bitten, sich mit dem Betreff „Spruchbänder“ an info@Jubos-dortmund.de zu wenden, damit wir das entsprechend koordinieren können.

31. März 2011.


Für alle BVB Fans:

Aufgrund der großen Nachfrage wird es beim Heimspiel gegen Mainz wieder "Kein Zwanni" Shirts zu kaufen geben. Verkauft werden die Shirts ausschließlich am Büdchen und kosten wie gewohnt 5,- €.



15. März 2011.


„Kein Zwanni“ in Hamburg : Zeitplanung Anreise

Wie ihr wisst ,wird es in Hamburg keinen durch das „Kein Zwanni“-Bündnis organisierten Boykott geben. Viele Fans wollen aber von sich aus in Hamburg ein Zeichen setzen oder haben schlicht das Geld für die überteuerten Karten in Hamburg nicht. Wir begrüßen ausdrücklich jeden einzelnen, der sich dem Preiswahnsinn in Hamburg widersetzt und werden auch ohne organisierten Boykott unseren Protest zum Ausdruck bringen.



Zwar sind die konkreten Planungen noch nicht abgeschlossen, aber es soll vor und während des Spieles Proteste geben. Natürlich von beiden Fangruppen getragen. Wir arbeiten gerade an einem finalen Plan, denn wir wollen und werden ein Zeichen setzen. Dazu ist es wichtig, dass Ihr Eure Anreise so plant, dass Ihr früher als gewöhnlich in Hamburg seid. Denn es soll eben auch im Vorfeld des Spieles Proteste geben.



Es ist wichtig, den Widerstand gegen unfaire Stadionpreise laut und deutlich sichtbar nach Außen zu tragen. Wir hoffen daher auf Euer zahlreiches Erscheinen und bitten Euch, Eure Bus und Zugfahrten so zu planen, dass Ihr am Samstag gegen 11 Uhr im Hamburg seid.



Bitte habt Verständnis, dass die Planung hier etwas komplizierter ist. Einen genauen Treffpunkt und Ablauf geben wir daher erst später bekannt.



Wir sind sicher, dass wir mit Eurer Unterstützung rechnen können. Fußball muss bezahlbar sein.

14. März 2011.


Kein-Zwanni Aktionen in München und Dortmund

Die Spieltage 25 und 26 wurden ausgiebig genutzt, um erneut auf die Problematik steigender Eintrittspreise und hoher Topspielzuschläge aufmerksam zu machen.



In der Partie Bayern München gegen Borussia Dortmund am 26.02. präsentierten sich beide Kurven farbenprächtig und lautstark. Auf Münchener Seite prangte in der Südkurve direkt hinter dem Tor ein großes „Fußball muss bezahlbar sein“-Banner, flankiert von mehreren Spruchbändern. Das gleiche Banner hing auch vor dem Dortmunder Gästeblock. Ein ausdrucksstarkes Zeichen dafür, dass man zwar durch die Farben getrennt sein mag, aber letztendlich unter den gleichen Problematiken leidet und gemeinsam dagegen angehen wird.



Das gleiche Bild bot sich bereits 5 Tage in Dortmund beim Spiel der Borussia gegen den 1. FC Köln. Auch hier gab es zu Beginn der zweiten Halbzeit eine gemeinsame Aktion beider Fankurven, mit den schon aus München bekannten Bannern.



Zwei Spieltage, zwei ausverkaufte Partien, die ausgiebig genutzt wurden, viele Fans für die uns alle betreffenden Probleme zu sensibilisieren.






09. März 2011.


KEIN ZWANNI-TAG IN MÜNCHEN

Profans München wird zum Spiel FC Bayern - Borussia Dortmund am 26.02.11 mehrere Aktionen im Stadion durchführen und Flyer verteilen, um die Zuschauer auf die Problematik aufmerksam zu machen. Maßlos steigende Eintrittspreise und speziell Topspielzuschläge sind im heutigen Fußball ein großes Problem, da sie vielen Fußballfans einen Besuch der Spiele erschweren oder unmöglich machen. Dabei basiert die heutige Bedeutung des Fußballs darauf, dass er Volkssport ist. Eintrittskarten müssen bezahlbar sein!



Profans München (www.profans-muenchen.de) und

"Kein Zanni für nen Steher" (www.kein-zwanni.de)

24. Februar 2011.


Protest statt Boykott

HSV erkennt „Kein Zwanni“ als Gesprächspartner an

Beim Spiel des HSV gegen den BVB läuft seit dem 15.02.2011 der Vorverkauf für HSV Mitglieder. Womit einhergehend natürlich auch die Preise feststehen. Wenig überraschend wurde der BVB in Kategorie A eingestuft, was zu Preisen zwischen 19€ und 84€ zzgl. 10% VVK-Gebühren führt.



Die Organisatoren von „Kein Zwanni“ hatten den Verantwortlichen des Hamburger Sportvereins im Vorfeld einen Brief geschrieben und auf ihr Anliegen hingewiesen. Daraufhin meldete sich der Vorstand des Hamburger Sportclubs, um Verhandlungen aufzunehmen. Der HSV wollte aufgrund der Gleichbehandlung (die Fans von St. Pauli, Werder Bremen und Bayern München bezahlten bereits die hohen Preise) kurzfristig keine andere Lösung erarbeiten, bot aber für den Sommer konkrete Gespräche an, um Lösungswege zu erarbeiten und ggf. eine einheitliche Lösung für alle Gästefans zu finden.



Auf Grund dieses Umstands hat sich „Kein Zwanni“ entschlossen, den HSV-Verantwortlichen einen Vertrauensvorschuss zu gewähren und auf eine Boykott-Empfehlung für das Spiel in Hamburg zu verzichten. Auch angesichts der Tatsache, dass der Boykott eines Spieles für Fans immer nur „ultima ratio“ sein kann und dass das „Kein Zwanni“-Bündnis lösungsund nicht konfliktorientiert arbeiten will. Wir wollen mit den Vereinen eine Lösung finden, die dem Fußball und einer aktiven Fankultur eine Zukunft ermöglicht.



Wir sind daher froh, dass ein so traditionsreicher und großer Club wie der HSV die Chance ergreift, mit den Fans das wichtige Thema „faire Eintrittspreise“ zu diskutieren und das „Kein Zwanni“-Bündnis als Verhandlungspartner akzeptiert. Wir freuen uns auch darüber, dass die Führung des Hamburger Sportclubs versteht, dass „Kein Zwanni“ eine Initiative ist, die sich um die Zukunftsfähigkeit des Fußballs sorgt und die den Vereinen nicht schaden will. Clubs haben selbstverständlich ein berechtigtes Interesse daran, Geld einzunehmen. Sie tun aber auch gut daran, ihr treuestes Klientel dabei nicht aus den Augen zu verlieren. So ist es beispielsweise keine gottgegebene Selbstverständlichkeit, dass englische Fans neidisch auf die Fankultur in Deutschland schauen und gerade deswegen Fußballspiele bei uns besuchen. Die Entwicklung in England sollte Fans und Funktionären mahnendes Beispiel sein.



Das Gesprächsangebot der Hamburger und unser Verzicht auf einen Boykottaufruf ändert aber nichts an der Tatsache, dass wir die Preise für das Spiel HSV – BVB als deutlich zu hoch empfinden. Wir werden deshalb in einer großen Aktion am Spieltag auf die Problematik hinweisen und gemeinsam mit den Fans des HSV für einen bezahlbaren Fußball protestieren. Wir hoffen, es schließen sich viele an!



Der Kampf für faire Ticketpreise kennt keine Vereinsfarben.

18. Februar 2011.


Und was ist mit Hamburg?

Seit dem Boykott des Revierderbys durch Fans des BVB beim FC Schalke 04 schwebt die Frage im Raum wie man mit dem Spiel des BVB beim HSV umgeht. Allen Beteiligten war klar, dass man in Hamburg nicht einfach zur Tagesordnung übergehen können wird, sind die Hanseaten doch Vorreiter einer Bewegung, die man leider auch in Dortmund gerne mitmacht. In wenigen Wochen beginnt der Vorverkauf beim HSV und damit steht die Frage im Raum, wie die Aktion in Hamburg weitergehen wird.



Bisher ist noch nicht klar in welche Kategorie das Spiel HSV gegen BVB eingeordnet wird. Sollte das Match in die Kategorie A eingestuft werden würde dies folgende Preise zur Folge haben.



K1 84 €
K2 72 €
K3 55 €
K4 48 €
K5 36 €
Familienblock 48 €
Steher 19-21 €



Hinzu kommen jeweils noch die VVK-Gebühren. In der Hinrunde gab es gegen die Bayern sogar noch die Kategorie A+ und damit noch mal saftige Aufschläge. Es ist nicht auszuschließen, dass das auch beim Spiel gegen den BVB so passieren könnte. Sollte es so kommen wäre dieses Preisgebaren auf keinen Fall hinzunehmen. Forderungen nach einem Boykott wurden bereits vielfach laut. Es finden derzeit im Hintergrund Gespräche und Planungen statt, um für den Fall des Falles gerüstet zu sein.



So oder so wird es aber keine isolierte Aktion der BVB-Fans geben. Eine Unterstüzung der Aktion duch diverse Fangruppen des HSV haben wir bereits erhalten. „Kein Zwanni“ ist eine Aktion die über jede Vereinsgrenze hinausgeht und die Kartenpreise überall betrifft.



Über ein weiteres Vorgehen informieren wir Euch zeitnah. Wir bleiben am Ball.



Übrigens: „Kein Zwanni“ twittert ab sofort. Unter twitter.com/keinzwanni erfahrt ihr zeitnah Neuigkeiten zur Aktion.

25. Januar 2011.


Kein Zwanni für nen Steher! Auch beim FC Bayern?

Dortmunder Fans nahmen die überteuerten Preise für ihr Derby auf Schalke zum Anlass, in einer breit angelegten Kampagne gegen die sich immer schneller drehende Preisspirale zu protestieren. Öffentlichkeitswirksam wurde ein Boykott des Auswärtsspiels in Gelsenkirchen organisiert, dem sich eine beachtliche Zahl Fans anschloss. Bedenkt man, welche Bedeutung ein Derby für jeden Fußballfan hat, wird deutlich, welches Opfer die Dortmunder Fans auf sich genommen haben, um ein Umdenken zu erreichen, von dem alle Fans bundesweit profitieren würden. Für unser Spiel in Gelsenkirchen müssen wir jetzt ebenfalls 20 Euro für einen Stehplatz bezahlen! Noch in der letzten Saison war der Preis auf Schalke mit 13 Euro deutlich moderater. Der drastische Preisansteig ist schwerlich nachzuvollziehen. Ein weiterer interessanter Vergleich ergibt sich, wenn man sich den Preis für einen Stehplatz derselben Partie aus dem November 2006 anschaut. Vor gerade einmal vier Jahren mussten wir Bayernfans auf Schalke nur 9 Euro für einen Stehplatz zahlen. Damit hat sich der Preis in dieser kurzen Zeit mehr als verdoppelt!



FUSSBALL MUSS BEZAHLBAR SEIN

Wir wollen an dieser Stelle aber nicht weiter auf dem FC Schalke rumreiten, schließlich sind die Preise hier nur ein passendes Beispiel für eine Entwicklung, die eigentlich überall zu beobachten ist. In den Stadien der Republik wird eine Preispolitik betrieben, die zwar im Vergleich zu anderen europäischen Top-Ligen moderat erscheint, der gesellschaftlichen Verantwortung des Fußballs, die dessen Funktionäre ja gerne immer wieder betonen, aber schon lange nicht mehr gerecht wird. Die gestiegenen Eintrittspreise machen eben auch bei uns in Deutschland sozial benachteiligten Fans den Besuch im Stadion unmöglich. Will man beispielsweise als Familie mit Kind ins Stadion gehen, zahlt man mit allem Drumherum mehr als so mancher Urlaub für die Familie kosten würde. Bedenkt man, dass so gut wie jeder von uns das erste Mal mit seinen Eltern ins Stadion gegangen ist und über diesen Besuch die Liebe zu seinem Verein entdeckt hat, wird klar, dass sich die Vereine gerade den Ast absägen, auf dem sie selber (und wir auch) sitzen. Es drängt sich dabei der Verdacht auf, dass über teurere Eintrittspreise das Publikum ausgetauscht werden soll. Dass der Volkssport Fußball dadurch seinen Charakter verliert, wird anscheinend in Kauf genommen.



GEGEN TOPSPIELZUSCHLÄGE

An dieser Stelle wollen wir nochmal auf das Beispiel Schalke zurückkommen und uns die Preiserhöhung von 7 Euro genauer anschauen. 2 Euro sind dabei anscheinend die „normale“ Preiserhöhung, 5 Euro der in Gelsenkirchen neu eingeführte sogenannte Topspielzuschlag. Die Vereine erheben diese seit einiger Zeit zunehmend - man kann schon fast sagen inflationär. Wir als Fans des FC Bayern München sind von diesem Topspielzuschlag so betroffen wie keine anderen Fans in Deutschland. Für jeden Verein der Bundesliga ist das Heimspiel gegen den FC Bayern das Topspiel der Saison, die Karten sind stets begehrt und nahezu überall wird mit ausverkauftem Haus gerechnet. Uns ist auch klar, dass ein Spiel gegen den FC Bayern eine Besonderheit darstellt, worüber wir auch sehr froh sind und dass für solche Topspiele auch ein Preiszuschlag in gewissem Maße vertretbar ist. Für uns als Gästefans stellt dies aber nichts anderes dar als eine Ungleichbehandlung. Die Fans des FC Bayern zahlen bei fast jedem Bundesligaspiel den Topspielzuschlag und werden somit viel öfter zur Kasse gebeten, als jeder andere Fan in Deutschland.



Den Vergleich bleiben wir Euch natürlich nicht schuldig: In der Saison 2008/2009 zahlten die Fans des FC Bayern im Bremer Weserstadion für einen Stehplatz 16,- Euro, die Fans des VfL Bochum lediglich 11,- Euro, beim Hamburger SV zahlten die Bochumer Fans 7,- Euro weniger als die Fans des FC Bayern (19,- Euro FC Bayern, 12,- Euro VfL Bochum). Auch in Stuttgart und Mönchengladbach wurden den FCB-Fans jeweils 5 Euro mehr abgenommen als dem Bochumer Anhang. Im Berliner Olympiastadion betrug der Unterschied gar 10,- Euro (21,- Euro FC Bayern, 11,- Euro VfL Bochum). Auch bei den restlichen Spielen der Saison 2008/2009 zahlten die Fans des FC Bayern mit Ausnahme von lediglich 2 Spielen (bei Eintracht Frankfurt und Schalke 04) jeweils mehr Eintritt.



Im darauf folgenden Spieljahr 2009/2010 stiegen neben den Eintrittspreisen auch wieder die Topspielzuschläge. Bei Hertha BSC und dem Hamburger SV zahlten die Fans des FC Bayern im Vergleich zu den Bochum-Fans jeweils 10,- Euro mehr für die günstigste Gästekategorie, in Stuttgart, Mönchengladbach, Nürnberg, Bremen und bei der TSG Hoffenheim zahlten die Fans des FC Bayern München jeweils 5,- Euro mehr als die Bochumer Anhänger. In der vergangenen Saison war der Preis dann bei 5 Spielen (Eintracht Frankfurt, Hannover 96, Köln, Mainz sowie Schalke 04) exakt gleich, was jedoch größtenteils damit zu tun hatte, dass die Fans des VfL Bochum nun tiefer in die Tasche greifen mussten und keineswegs auf einen Topspielzuschlag verzichtet wurde, die Preise stiegen einfach an.



Am Ende der Saison 2008/2009 haben Fans, die alle Auswärtsspiele des FC Bayern besucht haben, im Vergleich zu den Fans des VfL Bochum knapp 50,- Euro mehr gezahlt, in der Saison 2009/2010 waren es dann bereits 54,- Euro mehr.



Hierbei wird jeweils von nicht ermäßigten Eintrittskarten im Stehplatzbereich oder günstigsten Sitzplatzbereich ausgegangen, sofern keine Stehplätze für Gästefans zur Verfügung stehen. Die Thematik macht natürlich auch vor den Sitzplätzen für Gästefans keinen Halt.



WIE GEHT ES WEITER?

Anhand dieser Ausführungen wird deutlich, dass wir es mit zwei Problemen zu tun haben, die den gleichen Effekt nach sich ziehen, nämlich ständig steigende Eintrittspreise, die immer mehr Fans den Stadionbesuch unmöglich machen. Bei dem einen Problem handelt es sich um einen generellen Preisanstieg der Eintrittspreise, das andere bezieht sich auf die sogenannten Topspielzuschläge.



Wir sind der Meinung, dass es jetzt an der Zeit ist, etwas gegen diese Probleme zu tun. Und wir sind der Meinung, dass wir nur ZUSAMMEN etwas erreichen können. Dafür wollen wir einmal mit der Initiative „Kein Zwanni für nen Steher!“ zusammenarbeiten, da man nur etwas erreichen kann, wenn die Fans mit einer Stimme sprechen. Außerdem wollen wir bei diesem Thema möglichst viele Bayernfans einbinden, denn dieses Thema geht uns alle an. Wenn Ihr Euch einbringen wollt, sprecht uns im Stadion an oder schreibt uns eine E-Mail an profans-muenchen@gmx.de, informiert Euch über die Thematik z.B. auf der Seite www.kein-zwanni.de und redet mit Freunden und Bekannten darüber. Auf der Seite könnt Ihr Euch mit Eurem Fanclub/Eurer Fangruppe übrigens auch als Unterstützer der Aktion eintragen lassen. Schreibt uns einfach eine E-Mail. Die Devise lautet Öffentlichkeit schaffen und damit ein Problembewusstsein wecken.



Der Fußball hat eine gesellschaftliche Verantwortung und dieser muss er gerecht werden! FUSSBALL MUSS BEZAHLBAR SEIN!



KEIN ZWANNI FÜR NEN STEHER! AUCH BEI UNS!

Profans München

03. Dezember 2010.


Aktuelles

Fünf Wochen ist der Derbyboykott als Startschuss der „Kein Zwanni für nen Steher“-Akion her. Seitdem ist es vordergründig etwas ruhiger geworden. Aber eben nur vordergründig.



Wir stehen weiterhin zu unserem Wort, dass es sich beim Boykott nicht um eine derbytypische Aktion gegen Schalke handelte. Das Problem der überhöhten Ticketpreise besteht weiterhin und betrifft alle Fanlager. Deshalb werden gerade im Hintergrund Kontakte geknüpft und Fangruppierungen anderer Vereine angesprochen. Das ist nicht öffentlichkeitswirksam, aber für die Aktion fundamental wichtig. Wir wollen und müssen die Aktion auf eine breite Basis stellen, wenn sie langfristig Erfolge zeigen soll. Dabei geht es nicht alleine um Unterstützer, sondern tatkräftige Unterstützung. Wo immer die Preissschraube übertrieben angezogen wird, soll zu eigenständigen Aktionen und zum Widerstand aufgerufen werden. Es tut sich also durchaus was.



Die Gewinne aus dem Verkauf der Aktionsshirts sind auf einem Konto angelegt und bleiben, nachdem wir das Geld bekanntlich nicht für ein Public Viewing verwenden konnten, für zukünftige Aktionen eingefroren.